#digitanz- Digitalität und Tanz in der kulturellen Bildung

 

 

Das Projekt „#digitanz – Digitalität und Tanz in der kulturellen Bildung“ zielt darauf ab, kreative Prozesse zu erfassen, die durch den Einbezug sogenannter digitaler Tools hergestellt oder beeinflusst werden. Die digitalen Tools wurden vom Verbundpartner Hochschule Mainz (Motion Bank) aus bereits bestehenden digitalen Installationen aus dem professionellen zeitgenössischen Tanz eigens für das Projekt in der Zusammenarbeit mit dem Institut für Sportwissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (JGU) für ein Angebot der kulturellen Bildung an Jugendliche adaptiert und in einer mobilen App zugänglich gemacht. Das vom BMBF-geförderte Verbundvorhaben aus der Förderlinie „Forschung zur Digitalisierung in der Kulturellen Bildung“ läuft insgesamt drei Jahre von 2018-2020 und beschäftigt sich mit der Frage nach prozess- und produktrelevanten künstlerisch-ästhetischen Lehr-Lernkollaborationen Jugendlicher im Tanz hinsichtlich des Umgangs mit digitaler Unterstützung in kreativen Prozessen.

 

Es wurde sich bei der Gestaltung der Tools in der App an Ideen aus dem professionellen zeitgenössischen Tanz orientiert in dessen Bereich sich bereits in den letzten zwanzig Jahren neue digitale Technologien zur Dokumentation und als Kreativwerkzeug entwickelt haben. Jedoch sind die Ansätze renommierter Choreografen wie u.a. William Forsythe sehr spezifisch auf Kunstinstallationen zur Nutzung für eine Person oder einer bestimmten Arbeitsweise zugeschnitten. Um die bereits existierenden digital-künstlerischen Ideen zu verwenden, wurden sie für die Nutzung in Gruppen mit wenig bis keiner Erfahrung im künstlerischen Tanz im Bildungskontext angepasst. Die für das Projekt eigens entwickelte mobile App (#digitanz) kann mit jedem Smartphone über einen Webbrowser geöffnet werden. Um möglichst viele Schülerinnen gleichzeitig digital zu erreichen, wurde entsprechend des kostengünstigen Ausstattungsprinzips „Bring Your Own Device“ (BYOD) das jeweilige private Smartphone genutzt.

 

Zur Erprobung der mobilen App, ergab sich in der bereits bestehenden Kooperation der JGU mit einer Integrierten Gesamtschule in Mainz die Möglichkeit 19 Schülerinnen im Schulsport der Oberstufe an 14 Terminen (jeweils 90min) mit Hilfe eines Tanzpädagogen anzuleiten. Neben Videodokumentationen wurden Daten via Beobachtungsprotokollen, Einzelinterviews und Gruppeninterviews erhoben. Die Daten werden im weiteren Prozess des Projekts hinsichtlich zwei Forschungsfeldern ausgewertet, die sich mit den Themen Jugend und Bildung und Technologie und Tanz auseinandersetzen.